Cyber-Kriminalität wächst weiter

Die dauervernetzte Welt ermöglicht Verbrechen in neuen Dimensionen. Betroffen sein kann jeder und das jederzeit.

Ob Verbrechen wie DOS - Attacke, ob Phishing, oder ob Unachtsamkeit / Fahrlässigkeit des eigenen Personals - Datenlecks können zur größeren bis ganz großen Krise im Unternehmen führen. Und IT-technisch lahmgelegte Unternehmen riskieren Umsatzeinbußen und Reputationsschäden.

 

2018 lagen die Schäden durch Cybercrime einer Studie von McAffee zu Folge bei 600 Mrd. US-Dollar, 65 Mrd. davon entfallen ca auf Deutschland.

Mittlerweile kalkuliert die Fachwelt mit einem 10fachen Anstieg dieser jährlichen Schadensumme.

Einer Studie der KPMG zufolge herrscht ein gravierendes Missverhältnis in der deutschen Wirtschaft in der Einschätzung von allgemeiner und eigener Betroffenheit. Neun von zehn Unternehmen sehen generell ein hohes Risiko für deutsche Unternehmen, Opfer von Cyberverbrechen zu werden. Dagegen schätzt weniger als die Hälfte die eigene Gefährdungslage als hoch ein. „Viele Unternehmen verdrängen noch immer entsprechende Risiken“, resümiert die KPMG.

Und nicht nur große Unternehmen aus dem Finanzdienstleistungssektor sind betroffen; für Mittelständler kann eine Computerattacke möglicherweise existenzgefährdend sein. Das zeigen die durchschnittlichen Schadenssummen. Vor allem die Verletzung von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen sowie von Urheberrechten schlagen zu Buche: im Durchschnitt mit jeweils rund 600.000 Euro je Fall. Rund 90 Prozent der Befragten beobachten laut Umfrage, dass die Vorfälle immer komplexer werden, was eine Verfolgung der Täter immer schwieriger mache.

Zudem sei es schwierig, gutes IT-Personal zu bekommen, sagte Geschonneck. „Der Markt für Fachkräfte, die sich im Bereich ,E-Crime‘ gut auskennen, ist äußerst angespannt.“

Die Risiken weiten sich immer mehr aus und werden komplexer. Während Unternehmen früher alleine in die Sicherheit und den Schutz physischer Vermögenswerte investiert haben, muss heute der Fokus auf dem Netzwerk- und Systemschutz liegen.

Der Bedarf nach dem noch nicht allzu bekannten Versicherungsschutz gegen Cybercrime wächst daher stetig. Ein solcher Versicherungsvertrag bietet Schutz für Datenschutzverletzungen und Sicherheitsverletzungen bei der Nutzung von EDV-Systemen und dem Internet, sog. Cyber-Risiken. In Zusammenarbeit mit IT-Sicherheitsexperten, Forensikern und Anwälten bieten die Cyberschutz-Policen zusätzlich zum Versicherungsschutz eine ganze Palette an Mehrwertdiensten.

Das Zusammenspiel von Risikoprävention, Cyberversicherung und Schadenmanagement ist extrem wichtig bei der Bewältigung von Cyberrisiken.

Die Versicherungswelt bietet mittlerweile im Präventionsbereich ständig wachsende Unterstützung. Kostenlose Schulungen für die Belegschaft und Experten-wissen durch persönliche Beratung gehören mittlerweile zum Standard; nicht nur als Serviceleistung sondern als echter Mehrwert.

Jedes Unternehmen sollte daher mit seiner IT-Abteilung mögliche Ausmaße einer Cyber-Attacke und damit verbundene Kosten für das Unternehmen analysieren -  auf dieser Grundlage sollte über entsprechenden Versicherungschutz nachgedacht werden.